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Nordische WM: ÖSV-Kombinierer beim Auftakt Außenseiter

26. Feb. 2021

Foto: GEPA Pictures / Thomas Bachun

Tiroler und Steirer sollen es zum Kombi-Auftakt in Oberstdorf richten: ÖSV-Coach Eugen bescheinigt seinen Athleten einen u0022irrsinnigen Schrittu0022, Medaillen-Favoriten seien aber andere.

Die Tiroler und Steirer im Team der ÖSV-Kombinierer sollen es im Auftakt-Bewerb der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf richten. Johannes Lamparter und Lukas Greiderer bzw. Lukas Klapfer und Martin Fritz gehen am Freitag in den Einzelbewerb von der Normalschanze. Und werden es dort - außer mit der Konkurrenz - vor allem in der Loipe wohl mit warmen Verhältnissen von einigen Plus-Graden zu tun bekommen.

"Es ist generell schon eine anspruchsvolle Runde", bezog sich Lamparter auf das Strecken-Profil. "Und die Bedingungen machen das nicht leichter." Als relativ kleiner und leichter Athlet könnte er damit vergleichsweise gut zurechtkommen. Grundsätzlich gehe er aber befreit in die Konkurrenzen. "Mit dem Junioren-WM-Titel habe ich mein großes Ziel schon erreicht. Das gibt mir viel Selbstvertrauen. Ich möchte weitermachen, wo ich aufgehört habe, coole Sprünge zeigen." Das gelang ihm im Training am Donnerstag mit den Rängen acht und vier schon mal ziemlich gut.

Lamparter: "Kann vorne mitmischen"

Unter allen Konkurrenten weist der 19-Jährige ganz klar Jarl-Magnus Riiber die Favoritenrolle zu. Der Norweger bestätigte das mit den Rängen zwei und eins im Abschluss-Sprungtraining. Der Serien-Sieger hatte sich seit Ende Jänner nicht mehr im Weltcup blicken lassen und auch das Mittwoch-Springen ausgelassen. Lamparter über weitere Anwärter: "Die Deutschen sind natürlich bei der Heim-WM sehr, sehr heiß und wahrscheinlich gut in Form. Und natürlich gibt es da noch ein, zwei andere Kandidaten. Ich muss nur meine Leistungen bringen, dann kann ich sicher da vorne mitmischen."

Greiderer scheint sich rechtzeitig vor den Titelkämpfen im Springen auf hohem Niveau stabilisiert zu haben. Bei Rang drei im jüngsten Weltcup in Klingenthal war er Bester von der Schanze. Im Mittwochs-Training Bester des ÖSV-Teams, am Donnerstag wurde er bei seinem einzigen Sprung Sechster. Die Nummer eins für den Langlauf hat ihn zuletzt aber auch fast aus dem Konzept gebracht. "Das war total ungewohnt. Man sieht keine anderen Leute, an denen man sich orientieren kann, wie schnell man ist." Er habe es dann aber noch ganz gut hingebracht.

ÖSV-Kombinierer ohne Druck

ÖSV-Chefcoach Christoph Eugen bescheinigt Lamparter wie auch Greiderer, in dieser Saison einen irrsinnigen Schritt gemacht zu haben. Beide könnten nun locker drauflos springen und laufen. "Es ist nicht so, dass wir unbedingt eine Medaille machen müssen. Wir haben die Chance, aber es sind andere die Favoriten." An Klapfer und Fritz wiederum schätzt der Trainer, dass sie sich läuferisch sehr gut entwickelt hätten.

Klapfer sieht das für sich auch auf der Schanze und hat das im Training großteils bestätigt. "Ich bin mental und körperlich in einer guten Verfassung und habe mich ganz gut mit einem Ausrufezeichen hingestellt." Der 35-Jährige ist freilich weit davon entfernt, sich nun unter die Favoriten schieben zu wollen. Dafür habe er in einer Saison ohne Top-10-Platz zu wenig geholt. "Von dem her brauche ich mir keinen Druck zu machen. Ich bin neutral und locker am Weg und kann nur positiv überraschen."

Sein engerer Landsmann Fritz steht im Vergleich derzeit nicht ganz so stabil da. "Ich habe heuer extrem viel ins Laufen investiert, habe mir auf der Schanze aber extrem schwer getan." Zuerst sei die Laufform auch richtig gut geworden. "Und ich glaube auch, dass wir jetzt richtig gut trainiert haben auf der Schanze, dass da auf jeden Fall was geht" sagte der 26-Jährige. Auf der kleinen Schanze fühle er sich wohler aus auf der großen. Das gilt es am Freitag zu beweisen. (APA/red.)