Novak Djokovic in Runde 3 der Australian Open

10. Feb. 2021

Foto: GEPA pictures/ Tennis Australia

Titelverteidiger Novak Djokovic steht bei den Australian Open in der dritten Runde. Jedoch sind mehrere Grand-Slam-Sieger bereits ausgeschieden.

Gleich mehrere Grand-Slam-Champions sind am Mittwoch, dem dritten Tag der mit umgerechnet 45,05 Mio. Euro dotierten Australian Open in Melbourne, schon ausgeschieden. Mit Bianca Andreescu (CAN-8) und Petra Kvitova (CZE-9) zwei Top-Ten-Spielerinnen und mit Stan Wawrinka der in Abwesenheit von Roger Federer stärkste Beitrag der Schweizer. "Stan the man" scheiterte nach toller Aufholjagd und dreier vergebener Matchbälle en suite im fünften Satz am Ungarn Marton Fucsovics. In die Runde der letzten 32 eingezogen ist hingegen US-Star Serena Williams. Außerdem ein geforderter Titelverteidiger Novak Djokovic (SRB-1) sowie der als Nummer 3 gesetzte Vorjahres-Finalist Dominic Thiem.

Während Thiem in Runde drei spazierte, tat sich Novak Djokovic allerdings gegen den US-Amerikaner Frances Tiafoe sehr schwer. 6:3, 6:7 (3), 7:6 (2) und 6:3 hieß es nach dreieinhalb Stunden für Djokovic.

16 Siege in Melbourne für Novak Djokovic

"Ich muss ihm gratulieren", sagte Novak Djokovic, der seine Siegesserie bei den Australian Open auf 16 ausbaute. "Es war ein fantastisches Match unter schwierigen Bedingungen." Mit den Bedingungen meinte er wohl auch den dieses Jahr besonders schnellen Court. Laut Thiem-Manager Herwig Straka, der diese Information von Turnierdirektor Craig Tiley hat, wurde der Platz deswegen schneller gemacht, damit die Bälle nicht so "aufgehen", also länger halten. "So schnell wie noch nie" seien die Plätze im Melbourne Park, so Novak Djokovic. Und als achtfacher Triumphator weiß er es wohl am besten.

Kein Happy End gab es für Stan Wawrinka. Nach einem Fehlstart gegen Fucscovics lag er nach zwei Sätzen mit 5:7, 1:6 zurück. Aber er rettete sich in Satz fünf noch von einem 3:5-Rückstand. Dann holte er sich im in Melbourne im fünften Satz gespielten Match-Tiebreak eine 9:6-Führung heraus. Der bald 36-jährige Eidgenosse nutzte aber keinen der Matchbälle. Fucscovics geht nach zwei Fünfsatz-Siegen in Folge als Außenseiter ins nächste Duell gegen den Kanadier Milos Raonic.

Bereits zuvor hatte hingegen die bereits 39-jährige Serena Williams sicher die dritte Runde erreichte. Die lebende US-Tennis-Legende, die in Melbourne den Grand-Slam-Rekord von Margaret Court (24 Titel) egalisieren möchte, besiegte die Serbin Nina Stojanovic in 69 Minuten mit 6:3, 6:0. Sie trifft nun am Freitag auf die Russin Anastasia Potapowa. Die Japanerin Naomi Osaka (3), Australian-Open-Siegerin 2019, schaltete Caroline Garcia (FRA) mit 6:2,6:3 aus.

Zwei Top-Ten-Spielerinnen raus

Andreescu, US-Open-Siegerin 2019, unterlag der Taiwanesin Hsieh Su-wei glatt 3:6,2:6. Die 20-jährige Andreescu war in Melbourne nach 15-monatiger Verletzungspause wegen Knieproblemen zurückgekehrt. Sie gehörte auch zu jenen 72 Spielern, die im Vorfeld in harter Quarantäne nicht trainieren konnten. Kvitova musste sich der Rumänin Sorana Cirstea mit 4:6, 6:1, 1:6 beugen. Deren Landsfrau Simona Halep (2) entging dem Out mit einem 4:6, 6:4, 7:5 gegen Alja Tomljanovic (AUS) nur knapp.

Großen Sportsgeist bewies auch mit bereits 40 Venus Williams. Obwohl sie gegen die italienische Qualifikantin Sara Errana Ende des ersten Satzes umgeknickt war, blieb sie humpelnd auf dem Platz und ließ sich 6:1, 6:0 vom Platz fegen. Die Reise zum 88. Grand Slam hatte sich die ältere Schwester von Serena wohl anders vorgestellt.

Die Nummer 8 der Herren brauste hingegen in die Runde der letzten 32. Diego Schwartzman aus Argentinien ließ dem französischen Lucky Loser Alexandre Muller beim 6:2, 6:0, 6:3 keine Chance. Klar weitergekommen ist auch der als Nummer 20 gesetzte Kanadier Felix Auger-Aliassime, der dem Australier James Duckworth nur sieben Games ließ. Auch seine Landsleute Raonic (Viersatz-Sieg über Corentin Moutet/FRA) und Denis Shapovalov (gab gegen Bernard Tomic/AUS nur fünf Games ab) stehen in Runde drei. Ebenso weiter ist US-Open-Finalist Alexander Zverev (6). Der Deutsche gab Maxime Cressy (USA) mit 7:5, 6:4, 6:3 das Nachsehen.

Dominic Thiem trifft nun auf Nick Kyrgios

Nick Kyrgios gab seinen Landsleuten in der Night-Session viel Grund zur Freude. Nach Satzrückständen von 0:1 und 1:2 sowie im vierten Satz der Abwehr von zwei Matchbällen als Rückschläger gewann er gegen Ugo Humbert (FRA-29) in fünf Sätzen. Nun trifft er am Freitag - wohl in der Night-Session - auf Dominic Thiem. (APA/red.)