Quartararo in Jerez unschlagbar? „Daran denke ich nicht“

30. Apr. 2021

Foto: Motorsport Images

Der WM-Führende Fabio Quartararo erklärt, warum seine zwei Jerez-Siege 2020 für den diesjährigen Spanien-Grand-Prix "nichts bedeuten".

Nach einem fünften Platz und zwei Siegen bei den ersten drei Rennen der laufenden MotoGP-Saison 2021 geht Yamaha-Werkspilot Fabio Quartararo als WM-Spitzenreiter in den Grand Prix von Spanien in Jerez an diesem Wochenende. 2020 wurde zweimal in Jerez gefahren und Quartararo war in beiden Fällen der Sieger. Auf dem Papier ist er somit gleich aus mehreren Gründen der Favorit für Sonntag. Er selbst sieht das aber nur bedingt so.

"Ich bin natürlich sehr gespannt im positiven Sinne. Ich liebe diese Strecke und fühle mich sowohl auf dem Motorrad als auch im Team großartig", sagt Quartararo. Er gibt aber zu verstehen: "Ich will einfach mit dem weitermachen, was wir in Katar begonnen haben. Dass ich voriges beide Rennen hier gewonnen habe, daran denke ich nicht."

Denn das Beispiel Miguel Oliveira und Portimao sieht Quartararo zumindest als eine vorsichtige Warnung dafür, dass eine starke Performance in der Saison 2020 auf einer bestimmten Strecke nicht zwangsläufig eine Wiederholung 2021 zur Folge haben muss. "Miguel war voriges Jahr in Portimao nicht zu schlagen. In diesem Jahr aber hatte er dort ein paar Probleme. Dass ich hier beide Rennen im vergangenen Jahr gewonnen habe, bedeutet nichts."

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Quartararo: "Ich habe jetzt einfach mehr Erfahrung"

Wie würde sich Quartararo selbst im direkten Vergleich zu vor knapp einem Jahr beschreiben? "Ich habe jetzt einfach mehr Erfahrung. Und ich muss sagen, dass mir die Saison 2020, so wie sie gelaufen ist, sehr viel geholfen hat", bekennt er.

Was Quartararo damit meint? "2019 lief es für mich mit sieben Podestplätzen und einigen Poles perfekt. 2020 war im Gegensatz dazu ein Auf und Ab. Es ging gut los. Dann aber hatten wir ein paar Probleme mit dem Motor und der Elektronik. Ich verlor ein bisschen den Fokus, fand ihn dann wieder. Das Ende der Saison aber war ein komplettes Desaster."

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"Seitdem habe ich viel gelernt", ist Quartararo überzeugt. Und er stellt heraus: "Meine wichtigste Erkenntnis war es, dass es das Beste für mich ist, wenn ich ruhig bleibe. Denn wenn ich mich auf dem Bike nicht so wohl fühlte, waren meine Rückmeldungen an das Team nicht klar. Jetzt bin ich da viel ruhiger und viel weniger gestresst."

"Dass das funktioniert, sieht man an den Ergebnissen der ersten Rennen. So will ich jetzt einfach weitermachen. Einfach wird das sicherlich nicht, aber ich spüre, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Deshalb bin ich guter Dinge", so der aktuelle WM-Spitzenreiter.

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