Allgemein

Rallye Dakar: 5 spannende Fakten zum legendären Offroad-Abenteuer

24. Dez. 2019
Dakar-Wissen für Fortgeschrittene: Hier sind fünf ungewöhnliche Fakten zur legendären Langstrecken-Rallye, die Sie noch nicht kennen – da sind wir uns ziemlich sicher!

Anfang Januar 2020 startet die Rallye Dakar in ein neues Kapitel: Nachdem die härteste Langstrecken-Rallye der Welt über viele Jahre in Afrika und Südamerika über die Bühne ging, führt die 42. Auflage des legendären Events nun durch Saudi-Arabien. Insgesamt legen die teilnehmenden Teams und Piloten eine Distanz von fast 7.900 Kilometern zurück – rund 5.000 davon bei gezeiteten Sonderprüfungen gegen die Uhr. Die Strecke führt dabei fast ausnahmslos durch Wüstensand.

Soviel zu den „harten“ Fakten rund um die aktuelle Auflage des Langstrecken-Klassikers. Daneben gibt es aber noch allerhand Wissenswertes zur Dakar, das man so noch nicht gehört oder gelesen hat. Beeindrucken Sie Ihre Motorsport-Freunde mit unserem Wissen für Fortgeschrittene: Hier sind fünf ungewöhnliche Fakten zur legendären Rallye Dakar!

1. Die Dakar ist beinahe so lang wie die gesamte Rallye-WM

Die Rallye Dakar gehört zur Kategorie der sogenannten Rallye Raids, was soviel wie Marathon-Rallye bedeutet. Diese Events gehen immer über mehrere Tage – bei der Dakar sind es knapp zwei Wochen. Dadurch und mit ihren knapp 8.000 Kilometern Gesamtdistanz ist sie definitiv der „Endgegner“ für jeden Rallye-Piloten. Und weil derartige Events Mensch und Maschine alles abverlangen, finden jedes Jahr auch nicht allzu viele davon statt. „Normale“ Rallyes sind dagegen vergleichsweise reichlich im jährlichen Rallye-Kalender zu finden.

2. Support-Trucks sind Teilnehmer und Service-Flotte in einem

Die Top-Teams haben allesamt eine eigene Lkw-Flotte, die das gesamte Equipment von einer Etappe zur nächsten transportiert. Diese Support-Trucks helfen den Fahrern auch auf der Strecke, falls deren Fahrzeug mal streikt oder sonstwie Hilfe gefragt ist. Genau wie die teilnehmenden Autos, Quads und Motorräder kommen diese massiven Laster im Gelände bestens zurecht, sind aufgrund ihres Gewichts aber natürlich viel langsamer. Und: Für die Support-Trucks gibt es auf der Dakar sogar eine eigene Klasse – auch hier geht es am Ende wie immer um die schnellste Zeit.

Rallye Dakar
Ab Anfang Jänner 2020: Tägliche Highlights
Rallye Dakar

3. Die Dakar wurde geboren, weil jemand verloren ging

Thierry Sabine, ein französischer Motorrad-Rennfahrer, nahm 1977 an der Rallye Abidjan-Nizza teil – und verirrte sich dabei auf einer Etappe in der libyschen Wüste. Während er alles versuchte, um in den Weiten der Dünen wieder auf den rechten Weg zu finden, erkannte er, welche Tücken ein derartiges Gelände in sich birgt. Diese Erkenntnis ließ in ihm eine große Idee heranreifen, wie wir heute wissen: Im Dezember 1978 machte sich Sabine von Paris aus auf nach Dakar, der Hauptstadt des Senegal, die der Rallye später ihren Namen gab. Der Rest ist Motorsport-Geschichte.

4. Bei der Dakar spielt die Farbe Pink eine besondere Rolle

Das Ziel der Dakar lag früher traditionell am Lac Rose – einem See 30 Kilometer nördlich von Dakar, dem die Farbe seines Wassers einst den Namen gab. Denn das Gewässer erstrahlt in einem derart grellen Pink, dass es sogar aus dem Weltall zu erkennen ist. Ursache für dieses Natur-Phänomen ist eine einzigartige Alge namens „Dunaliella salina“. Im Ziel angekommen, konnte so mancher Dakar-Starter nach zwei beinharten Wochen voller Strapazen kaum glauben, dass er es wirklich geschafft hatte. Und in diesem Moment der totalen Erschöpfung rührte der Anblick des Sees viele von ihnen nicht selten zu Tränen.

5. Für Toiletten-Pausen bleibt Dakar-Startern keine Zeit

Den ganzen Tag im oder auf dem Fahrzeug sitzen, ohne dabei auch nur ein Mal anzuhalten? Kein Wunder, dass sich bei so manchem Fahrer früher oder später ein „Problem“ ankündigt. Auf den langen Etappen der Dakar sind die Starter teils bis zu zwölf Stunden auf der Strecke – und dann drückt es natürlich irgendwann. Für solche Fälle haben die Piloten spezielle Urin-Beutel in ihren Rennanzügen. Haben diese ihre Aufnahme-Kapazität erreicht, können die Fahrer sie erst auf langsameren Strecken-Abschnitten oder Flussdurchfahrten leeren. Nur ein weiteres Beispiel für die zahllosen Entbehrungen, die es bei der härtesten Langstrecken-Rallye der Welt in Kauf zu nehmen gilt...