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Reichelt plant Comeback: „Das Ziel bleibt die WM in Cortina“

31. Dez. 2019

INNSBRUCK,AUSTRIA,31.DEC.19- OESV, Oesterreichischer Ski Verband, press conference Hannes Reichelt. Image shows Hannes Reichelt (AUT). Photo: GEPA pictures/ Amir Beganovic

In Bormio zog sich der 39-Jährige mehrere Bänderrisse zu, dennoch hat er noch nicht genug.

Hannes Reichelt will nach seinem bei der Abfahrt in Bormio erlittenen Kreuzbandriss ein Comeback in Angriff nahmen. "Den Umständen entsprechend geht es mir ganz gut. Das Ziel bleibt die WM in Cortina. Ich muss die Reha abwarten, möchte mir Zeit lassen, aber unbedingt zurückkehren", sagte der 39-jährige Salzburger auf einem Medientermin am Dienstag in Innsbruck.

Rechtes Knie schwer verletzt

Aus medizinische Sicht ist eine vollständige Rehabilitation möglich. Bei der Operation seien 30 bis 40 Prozent des Meniskus entfernt worden, erläuterte der behandelnde Arzt Karl Golser. Reichelt hatte sich im rechten Knie das vordere Kreuzband, die äußeren Bänder sowie den Meniskus außen und innen komplett gerissen, auch Knochenteile rissen aus.

Der Salzburger erklärte, dass er wegen schlechter Sicht einen kleinen Hügel übersehen habe und dadurch zu Sturz kam. "Ich habe sofort nachgelassen, ich hatte gleich das Gefühl, dass etwas nicht stimmt", schilderte er den Moment. Reichelt will sich mit der Rückkehr in den Ski-Weltcup Zeit lassen, aber bei den Weltmeisterschaften 2021 in Cortina d'Ampezzo mit dabei sein. "Ich bin bis jetzt immer stärker aus meinen Verletzungen zurückgekehrt", sagte der Gewinner von 13 Weltcuprennen.

Kein gutes Jahr für Reichelt

Hannes Reichelt, Super-G-Weltmeister von 2015, sprach von einem "Scheiß-Jahr, ausgenommen die Geburt meines Sohnes". Erst im Oktober und damit knapp vor Saisonstart stellte die Staatsanwaltschaft Innsbruck die Ermittlungen im Rahmen der "Operation Aderlass" gegen ihn ein. Die Vorwürfe eines ehemaligen nordischen Servicemannes, wonach Reichelt über einen ehemaligen österreichischen Langlauftrainer Dopingmittel bezogen hätte, bestätigten sich nicht. Der Athlet hatte stets seine Unschuld bekräftigt. (APA/RED)