„Riesige Geldverschwendung“: Rea kritisiert neue Test-Regeln

22. Jan. 2021

Foto: Motorsport Images

Die WSBK-Teams reisen mit großem Aufwand nach Jerez, testen dann dort aber nicht: Superbike-Weltmeister Jonathan Rea kritisiert das neu eingeführte Testlimit.

Diese Woche wollten die WSBK-Werksteams von Kawasaki, Ducati und Honda sowie einige Privatteams in Jerez testen, um sich für die Saison 2021 vorzubereiten. Nachdem alle Beteiligten unter erschwerten Bedingungen nach Andalusien gereist waren, verbrachten die Fahrer die zwei Testtage in ihren Boxen. Hintergrund: Das neu eingeführte Testlimit führte dazu, dass die Piloten keinen der wertvollen Testtage verwenden wollten, um in Nassen zu fahren.

Superbike-Weltmeister Jonathan Rea ärgert sich über die neue Regel. Sein Kawasaki-Team hatte den privaten Test organisiert. "Das Team, die Fahrer, die Mitarbeiter und unsere technischen Partner - sie alle haben einen großen Aufwand betrieben, um in dieser merkwürdigen Zeit hier sein zu können", unterstreicht er.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN
Chaz Davies fährt in der WSBK-Saison 2021 für das Ducati-Kundenteam GoEleven.
FIM Superbike World Championship
Wird Davies zum Geheimtipp?

Neue Regeln bringen Rea auf die Palme

"Es ist, wie es ist. Durch die neuen Regeln können wir vom Ende der letzten Saison bis zum Saisonende 2021 nur zehn Tage lang testen. Es ist eine riesige Geldverschwendung. Wir sind hier, und die Regeln sind der einzige Grund, warum wir nicht fahren", ereifert sich der WSBK-Rekord-Weltmeister.

Das neue Testlimit soll eigentlich die Kosten senken. Doch im Fall des Jerez-Tests wurden lediglich die Ausgaben für Reifen, Sprit und andere Verbrauchsgegenstände gespart. Denn die Teams waren bereits mit ihren Trucks vor Ort. Kawasaki hat sich schon entschieden, in einer Woche einen neuen Versuch zu starten.

Runden auf nasser Strecke zu fahren, wäre laut Rea nicht zielführend gewesen. "Die Strecke war nicht in perfektem Zustand. Deshalb haben wir früh entschieden, das nicht zu tun. Damit alle in Ruhe einpacken können und ihre Heimflüge erwischen, um wieder bei ihren Familien zu sein", erklärt der Nordire.