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Skispringen: Huber sieht Aufholbedarf im ÖSV-Team

4. Jan. 2021

Foto: GEPA Pictures / Patrick Steiner

"Andere haben aufgeholt, die schlafen nicht", sucht Daniel Huber nach dem Bergisel-Springen nach Erklärungen - jetzt bleibt Bischofshofen als letzte Stockerl-Chance für das ÖSV-Team.

Skisprung-Sternstunden verblassen im kollektiven Gedächtnis der Österreicher allmählich. Das bekamen die ÖSV-Adler am Sonntag am Bergisel zu spüren, wo sie ohne Heimvorteil und Windglück über einen achten Platz von Stefan Kraft nicht hinauskamen. Und danach wieder einmal an frühere Glanzzeiten mit den Serien-Siegern Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer erinnert wurden.

"Das war eine sehr erfolgreiche Zeit mit zwei Ausnahme-Sportlern", weiß auch Daniel Huber. "Es war beim Morgi und beim Gregor auch ein Unikum - dass zwei solche zur selben Zeit da waren." Als Belastung oder Bürde will der mittlerweile 28-Jährige die prägende Zeitspanne von 2009 bis 2015 mit sieben Tournee-Titeln für den ÖSV in Folge aber längst nicht mehr empfinden.

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Huber: Skispringen hat sich weiterentwickelt

Das Skispringen habe sich seither weiterentwickelt, betonte Huber. "Andere haben aufgeholt, die schlafen nicht." Und sind, wie die Polen oder Norweger, als Team an den Österreichern vorbeigezogen. "Wenn wir das auch wieder aufholen, kann es in zwei, drei Jahren wieder ganz anders ausschauen. Dann kann es auch wieder sein, dass wir die absolute Nummer-eins-Nation sind", sagte Huber, der bei der laufenden Tournee bisher 13., 14., und 17. wurde.

"Serien-Täter" mit österreichischem Pass sieht der Salzburger keineswegs aus der Welt gegriffen. "In Einzelfällen wird es das sicher auch bei uns wieder geben. Man sieht es jetzt beim (Halvor) Granerud. Wenn alles aufgeht, dann funktioniert es auch." Das sei in seinem sensiblen Sport zwar extrem selten. Aber: "Ich bin davon überzeugt, dass wir die Sachen, die der Halvor zeigt, auch drauf hätten."

Zunächst aber sprangen die Österreicher dem dringend benötigten Erfolgserlebnis auch am Bergisel vergeblich hinterher. Ohne Stockerlplatz und Aussichten auf einen Spitzenplatz in der Tournee-Gesamtwertung reiste der ÖSV-Tross weiter zum Finale in Bischofshofen. Dort wird nach einem letzten Ruhetag die 69. Auflage mit der Qualifikation am Dienstag und dem Hauptbewerb am Mittwoch beschlossen. (APA/red.)