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Tennis: Thiem ohne Satzverlust im French-Open-Achtelfinale

2. Okt. 2020

Foto: GEPA Pictures / Patrick Steiner

In seinem Drittrunden-Match zermürbt Dominic Thiem den Norweger Casper Ruud - nächster Gegner des Weltranglisten-Dritten ist am Sonntag ein Außenseiter.

Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem hat seine weiße Weste in Paris behalten. Der US-Open-Sieger besiegte am Freitag in der dritten Runde der French Open den Weltranglisten-25. Casper Ruud (Norwegen) nach 2:15 Stunden mit 6:4, 6:3 und 6:1. Damit steht der Lichtenwörther ohne Satzverlust im Achtelfinale des mit 38,41 Mio. Euro dotierten Grand-Slam-Turniers und hat inklusive New York den zehnten Sieg en suite eingefahren.

Thiem trifft nun am Sonntag in seinem 14. Major-Achtelfinale auf den französischen Wildcard-Mann Hugo Gaston. Thiem hat bisher 189.000 Euro Preisgeld und 180 ATP-Zähler sicher. Gegen Außenseiter Gaston hat er noch nie gespielt.

Thiem nach glattem Erfolg rundherum happy

Thiem war nach seinem dritten glatten Sieg hochzufrieden. "Es war ein unglaublich gutes Match, finde ich, von beiden Spielern. Viele lange Rallyes, die Energie war gut heute, bis auf den Beginn", erklärte Thiem nach der Partie. Die Begründung für den etwas langsameren Start lieferte er gleich nach. "Es war auch das erste Mal, dass ich das erste Match um 11.00 Uhr gespielt habe", so Thiem. Er sei deshalb schon um 7.00 Uhr aufgestanden. "Alles komplett dunkel, was ja normal nicht der Fall ist, wenn das Turnier im Mai ist. Das war ein bisserl komisch. Aber so ab 3:2 im ersten (Satz) hat alles echt gut gepasst."

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PARIS,FRANCE,28.SEP.20 - TENNIS - ATP World Tour, French Open, Roland Garros, Grand Slam. Image shows Dominic Thiem (AUT). Photo: GEPA pictures/ Patrick Steiner
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Thiems "Tiebreak-Trick"

Thiem lobte die perfekten Bedingungen mit dem geschlossenen Dach, auch der Platz sei in sehr gutem Zustand. Sein zuletzt ganz leicht angegriffener Nacken sei o.k. "Grundsätzlich passt alles. Natürlich beginne ich die ganzen letzten Wochen ein bisserl zu spüren. Aber ich schwimme gleichzeitig noch immer auf der Welle. Und grundsätzlich sollte die Anspannung von dem Grand-Slam-Turnier sowieso so groß sein, dass alle etwaigen Wehwehchen oder was sonst aufkommt, eher erst nach dem Turnier zum Tragen kommen. Von dem her alles gut."

Die kühlen Temperaturen im zweiten "Hallen-Match" für Thiem bei dieser Roland-Garros-Auflage kamen eher ihm entgegen, erklärte der Weltranglisten-Dritte. "Für ihn ist es super, wenn der Ball sehr hoch abspringt. Da ist der Absprung doch eher flach, ich habe von Haus aus sehr viel Power in meinen Schlägen. Das kommt mir da zugute."

Thiem gegen starken Ruud erneut nervenstark

Thiem hatte gegen Ruud zunächst Mühe mit seinen Aufschlag-Games. Der Außenseiter aus Norwegen schaffte das erste Break zum 3:1, Thiem gelang aber postwendend das Rebreak. Nach Abwehr von drei Breakbällen gelang Thiem das 3:3 und der Lichtenwörther nahm Ruud dann zu Null das Service zum 4:3 ab. Auch im achten Game musste Thiem einen Breakball abwehren, doch nach 47 Minuten machte Thiem aus einem 1:3 ein 5:3. Den ersten Satzball zum 6:3 bei Aufschlag Ruud vergab der Niederösterreicher noch. Den insgesamt dritten zum 6:4 nach 58 Minuten nutzte er dann aber.

Das Ergebnis wirkte klarer, als es war. Doch Thiem nahm den Schwung gut mit. Er nutzte seine sechste Breakchance zum 1:0 und erhöhte mit seinem ersten Aufschlag-Game ohne Einstand auf 2:0. Diese Führung ließ sich der zuletzt zweifache Roland-Garros-Finalist nicht mehr nehmen. Thiem steigerte sein Service und hatte schon bald die 2:0-Satzführung hergestellt. Im dritten Durchgang hatte Ruud dann keine Chance mehr. Nach Breaks zum 3:1 und 5:1 verwertete Thiem seinen zweiten Matchball mit dem fünften Ass zum Aufstieg. (APA/red.)