Servus Hockey Night

Unendliche Geschichte: Ist Krefeld selber schuld?

28. Jan. 2020

MUNICH,GERMANY,30.DEC.19 – ICE HOCKEY – DEL, Deutsche Eishockey Liga, EHC Red Bull Muenchen vs Krefeld Pinguine. Image shows Vinny Saponari (Krefeld Pinguine) and Maximilian Kastner (RB Muenchen). Photo: GEPA pictures/ EHC Red Bull Muenchen/ Matthias Balk

Frist abgelaufen, keine Lösung am Tisch und Statement der Pinguine.

Vergangene Woche hätten die Krefeld Pinguine hätten bis Ende letzter Woche 400.000 Euro gebraucht, um nicht den Weg in die Insolvenz antreten zu müssen.

Es gab eine außerordentliche Gesellschafterversammlung und zwei Ideen, die den Gründungsklub der DEL retten hätten können.

Die Pinguine nehmen den Insolvenzantrag in Kauf. Ein Rettungsangebot von Gesellschafter Energy Consulting lehnten die Krefelder ab und gaben in einem Statement durch Geschäftsführer Matthias Roos zu verstehen: "Wir wollen euch nicht."

Übertrag auf anderen Gesellschafter

Vergangenen Freitag stimmte Energy Consulting einem von zwei Lösungsvorschlägen zu. So seien angeblich die Investoren nur zu einer rettenden Kapitalerhöhung bereit, wenn Roos im Amt bleibe. Dieser wolle dies nicht, so lange Energy Consulting mit an Bord sei.

Um die Insolvenz zu verhindern, wäre nur eine Anteilsübertragung (Energy Consulting) auf einen anderen Gesellschafter möglich. Von Seiten der angefeindeten Firma kommt dahingehend Ablehnung.

Sehr, sehr dünne Luft

Wie bereits berichtet, brauchen die Pinguine dringend 400.000 Euro um Abgaben zahlen zu können. Für die aktuelle Saison fehlen dem Klub eine Million Euro.

Bis 15. Februar müsste zudem die Lizenz für die kommende DEL-Spielzeit beantragt werden...

Wo Ponomarew drauf steht, sind Probleme drinnen

Roos hat in seinem Statement, das am 27. Jänner auf der Homepage der Pinguine veröffentlich wurde, erklärt, dass die finanzielle Schieflage durch Energy Consulting entstanden sei. Angeblich zugesicherte Zahlungen wurden nicht geleistet.

Michail Ponomarew, bis Herbst Geschäftsführer von Energy Consulting und aktuell auch Präsident des Krefelder Fußballklubs KFC Uerdingen bestritt dies.

Krefeld selbst Schuld?

Ponomarew hatte zwischen 2014 und 2016 die DEG Düsseldorf beinahe "sterben" lassen. Damals soll er schon Mitgesellschafter hingehalten haben. Er soll Zahlungen nicht nachgekommen sein und wie viele andere in der Sportwelt - nennen wir sie "Blender" - Großes versprochen haben.

Selbst die DEG wurde bereits vor der Kontaktaufnahme mit Ponomarew gewarnt - vom Fußballklub Fortuna Düsseldorf. Auch dort hat er zuvor verbrannte Erde hinterlassen.

Die Krefelder hätten also schon wissen müssen, mit wem sie sich in der Person von Ponomarew einlassen...