„Haben nicht viele Ideen“: Debakel für Rossi am Freitag

30. Apr. 2021

Foto: Motorsport Images

Zuversicht hört sich anders an: Auch in Jerez startet Valentino Rossi mit großem Rückstand ins Renn-Wochenende. Verliert der "Doctor" langsam den Spaß?

Valentino Rossi beendete den ersten Trainings-Tag beim Spanien-Grand Prix in Jerez (LIVE bei ServusTV, im Stream & in der App) auf Platz 21. Nur Iker Lecuona (Tech-3-KTM) und Ersatzpilot Tito Rabat (Pramac-Ducati) waren langsamer als der 42-Jährige. Der Rückstand von Rossi betrug am Ende satte 1,489 Sekunden.

"Ein schwieriger Tag, weil ich nicht schnell genug bin", redet der Italiener nicht lange herum. "Meine Pace war etwas besser als meine Zeitattacke. Leider habe ich in meiner schnellsten Runde die grüne Fläche berührt. Ansonsten wäre ich zwei, drei Plätze weiter vorne - nichts Besonderes."

"Ich bin nicht schnell genug und habe immer das gleiche Problem: Fehlenden Grip am Hinterrad. Für mich ist es schwierig, weil ich zu viel rutsche. Wir haben verschiedene Dinge ausprobiert. Aber das Gefühl ist immer ähnlich."

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Rossi zieht ernüchterndes Fazit

Das ernüchternde Fazit des "Doctors: "Wir haben es bisher nicht geschafft, die Probleme in den Griff zu kriegen. Morgen wollen wir etwas probieren. Wir hoffen auch, dass sich die Strecke bessert. Denn normalerweise wird der Grip von Tag zu Tag besser."

"Wir müssen den Grip verbessern, aber ehrlich gesagt haben wir nicht viele Ideen. Heute haben wir verschiedene Dinge ausprobiert, aber bisher leider noch keine Lösung gefunden." Dabei gab es nach Katar und Portimao durchaus Hoffnung, dass es für Rossi in Jerez besser laufen könnte.

Die Traditions-Strecke in Andalusien passt gut für den Altmeister, aber auch zur Charakteristik der Yamaha M1. Mit klassenübergreifend neun Siegen ist er der zweiterfolgreichste Fahrer in Jerez. Nur Angel Nieto, nach dem die Strecke auch benannt ist, hat dort elfmal triumphiert.

Wochen der Wahrheit für den "Doctor"

Nach Jerez folgen mit Le Mans (Frankreich), Mugello (Italien) und Barcelona (Spanien) weitere Strecken, die Rossi in der Vergangenheit meist gut lagen. In den kommenden Wochen sollte es auch eine Entscheidung geben, wie es mit seiner Karriere im nächsten Jahr weitergeht.

Spürt Rossi Druck, weil jetzt für ihn wichtige Rennen anstehen? "Ich weiß es nicht, ich spüre nicht viel Druck. Körperlich fühle ich mich gut. Das Problem ist, dass ich nicht schnell genug bin. Ansonsten habe ich keine bestimmten Probleme", erklärt er lachend.

Grip-Probleme am Hinterrad sind nicht neu, Rossi klagt darüber schon seit Jahren. "Der Hinterreifen scheint jetzt sehr weich zu sein. In meiner kompletten Karriere habe ich immer harte Reifen bevorzugt. Deshalb kriege ich immer nach einigen Runden Probleme."

Macht es Rossi trotzdem noch Spaß?

"Aber so sind die Reifen eben. Die anderen Fahrer sind auch stark, also müssen wir diese Situation managen. Jerez ist in den letzten Jahren für den Grip am Hinterrad eine kritische Strecke. Das ist das Problem, das ich spüre. Deshalb kann ich nicht mehr herausholen."

Im vergangenen Jahr, als in Jerez im Juli gefahren wurde, stand Rossi als Dritter auf dem Podest - sein bislang letzter Podestplatz. In den letzten neun Rennen sammelte er zusammengerechnet nur zwölf WM-Punkte.

Macht es noch Spaß, wenn er so weit hinten ist? "Mit dem Team zu arbeiten und das Motorrad zu fahren, ist großartig. Aber die Ergebnisse sind entscheidend. Man muss nicht immer gewinnen, aber man muss um das Podium und gute Ergebnisse kämpfen. Aus dieser Sicht bin ich nicht glücklich. Wenn man langsam ist, dann macht das nicht viel Spaß", antwortet Rossi auf diese Frage.

Seine Yamaha-Kollegen Fabio Quartararo, Maverick Vinales und Franco Morbidelli fuhren am Freitag allesamt in die Top 5.

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