MotoGP World Championship

Yamahas M1 für 2021: Suche nach Konstanz

15. Feb. 2021

Foto: (C) Yamaha

Das Zauberwort für Yamaha in der MotoGP 2021 heißt Konstanz. Das Team ist vom Speed der Piloten überzeugt. Ebenso vom Kampf um die WM.

Yamaha hat die Farben für die MotoGP-Saison 2021 präsentiert. Mit Maverick Vinales und Fabio Quartararo will man den ersten WM-Titel seit der Saison 2015 (Jorge Lorenzo) erobern. Quartararo wechselt vom Satellitenteam Petronas SRT ins Werksteam und übernimmt den Platz von Valentino Rossi. Der Franzose hat so wie Vinales einen Vertrag für 2021/22.

„Wir sind bereit", ist Rennleiter Lin Jarvis überzeugt. „Es ist großartig, dass Valentino weitermacht. Er hat die volle Unterstützung von Yamaha. Wenn wir zum ersten Mal an der Strecke sein werden und er in der Box nebenan ist, dann wird es seltsam sein. Aber es ist ein großartiges Team mit Franco Morbidelli." Petronas SRT will das Team am 18. Februar präsentieren.

Vinales fährt seit der Saison 2017 für das Yamaha-Werksteam. Sieben Grands Prix konnte der Spanier bisher gewinnen. Seine WM-Platzierungen lauteten Platz drei, Platz vier, Platz drei und Platz sechs.

„Wir wissen, dass Maverick den Speed hat. Das steht außer Frage", sagt Jarvis. „Wir müssen Lösungen für die Inkonstanz finden und die schlechten Tage managen. Wenn alles passt, dann ist er fast unschlagbar. Wir müssen schauen, dass er immer auf einem Hoch ist."

Quartararo neu im Werksteam

In seiner Crew bleibt auch alles gleich. Wieder wird sein Landsmann Esteban Garcia als Crew-Chief fungieren. Durch Neuzugang Quartararo gibt es auf der anderen Seite der Box eine Umstrukturierung. Crew-Chief Diego Gubellini wechselt mit dem Franzosen von Petronas SRT.

Für Quartararo wird es sein drittes Jahr in der Königsklasse darstellen. Nach seiner beeindruckenden Rookie-Saison mit sieben Podestplätzen folgten im Vorjahr die ersten drei Siege. Aber inkonstante Leistungen sorgten für den Abfall auf Platz acht in der Weltmeisterschaft.

„Fabio ist ein junger, aufregender Fahrer", lobt Jarvis. „Wir haben mit Fabio und Maverick zwei Fahrer, die bereit sind für den WM-Kampf. Es ist natürlich eine Art Generationenwechsel. Ich habe großes Vertrauen in Fabio. Er ist immer noch sehr jung, aber er hatte zwei gute Jahre."

„Meiner Meinung nach hat er jetzt die Erfahrung und sowieso den Speed. Ich glaube nicht, dass er mehr Druck hat. Ich glaube, wir können ihm helfen, sein volles Potenzial zu nutzen. So wie bei Maverick denke ich, dass er ein WM-Anwärter sein wird."

Aufgrund der eingefrorenen Motorentwicklung gibt es auch bei Yamaha nur technische Detailentwicklungen. Das Design der präsentierten Motorräder ist auch weitestgehend ident mit dem vergangenen Jahr. Monster Energy bleibt Hauptsponsor.

Konstanz der Schlüssel zum Erfolg

Im Vorjahr war Yamaha mit sieben Siegen in 14 Rennen die erfolgreichste Marke. Das Werksteam konnte aber nur einen Triumph beisteuern. Insgesamt wurden vier Rennen mit der 2020er-M1 gewonnen, während Morbidelli (Petronas) mit einem älteren Modell Vizeweltmeister wurde.

„Wir haben im Vorjahr gezeigt, dass die M1 sehr schnell ist", sagt Teamdirektor Massimo Meregalli. „Leider konnten wir die Leistung nicht konstant zeigen. Auf manchen Strecken hatten wir Schwierigkeiten. Es gab auch technische Probleme."

„Ich bin zuversichtlich, dass unsere japanischen Techniker in die richtige Richtung weitergearbeitet haben. Ich stehe in engem Kontakt mit Yamaha und das Wort Konstanz fällt sehr oft. Das wird auch das Schlüsselwort für diese Saison, denn das hat uns im Vorjahr gefehlt."

Dem stimmt auch Jarvis zu: „Wir müssen den Fahrern ein Paket zur Verfügung stellen, damit die Fahrer konstanter sind. Als Team müssen wir jeden Stein umdrehen und uns jedes Detail ansehen. Die ersten 15 Fahrer sind in einer Sekunde. Jedes Detail zählt. Das muss unsere Herangehensweise sein."

Umfangreiches Testprogramm für Cruchtlow

Verstärkt wird das Team mit Cal Crutchlow. Für den Briten soll ein umfangreiches Testprogramm geplant sein, obwohl die Details noch nicht bekannt sind. „Wir wollen wieder auf europäischen Strecken mit Cal Crutchlow testen", sagt Projektleiter Takahiro Sumi. „Wir sind zuversichtlich, dass uns seine Erfahrung und sein geradliniger Charakter bei der Weiterentwicklung helfen wird."

Mit 236 Siegen ist Yamaha die zweiterfolgreichste Marke in der Geschichte der Motorrad-Weltmeisterschaft hinter Honda (309). 17 Mal konnte die Fahrer-Weltmeisterschaft gewonnen werden. Die erfolgreichen Fahrer waren Giacomo Agostini (1x), Kenny Roberts (3x), Eddie Lawson (3x), Wayne Rainey (3x), Rossi (4x) und Lorenzo (3x).